Schienen aus dem 3D-Drucker: Ein Erfahrungsbericht aus dem Laboralltag
Schienen aus dem 3D-Drucker: Ein Erfahrungsbericht aus dem Laboralltag
Der 3D-Druck ist in vielen Dentallaboren fester Bestandteil der Schienenherstellung. Neben Effizienz und Materialersparnis rückt dabei eine zentrale Frage immer stärker in den Fokus: Wie langlebig und alltagstauglich sind 3D-gedruckte Aufbissschienen wirklich?
Mit dieser Fragestellung hat sich ZTM Jannick Bade in einem Fachartikel der Zahntechnik Zeitung (ZT 11/2025) auseinandergesetzt. In seinem Beitrag berichtet er aus dem Laboralltag und dem Herstellen 3D-gedruckter Schienen inkl. Eigenversuch.
Haltbarkeit als kritischer Faktor
Aufbissschienen werden oft über viele Monate getragen und sind hohen Kaubelastungen ausgesetzt. Neben Formstabilität und Passgenauigkeit spielen Abriebfestigkeit, Bruch- und Splittersicherheit sowie der Tragekomfort eine entscheidende Rolle. Jannick Bade greift in seinem Artikel bekannte Schwächen klassischer 3D-Druckharze auf – etwa materialbedingte Nachpolymerisationen, die langfristig zu Sprödigkeit führen können. Gerade für Labore mit einem hohen Schienenanteil bedeutet dies Reklamationen, Nacharbeit und einen erhöhten organisatorischen Aufwand. Zugleich zeigt er im Artikel die Lösung auf.
Praxiserfahrungen mit einem speziellen Schienenharz
Er schreibt über ein von dentona speziell für Aufbissschienen entwickeltes 3D-Druckharz: optiprint durotec. Jannick Bade berichtet über seine Erfahrungen im Laboralltag ein – von der Konstruktion über den Druck bis zur Nachbearbeitung. Besonders hervorgehoben werden:
- die Abriebfestigkeit bei mechanischer Belastung,
- die Verarbeitung auch bei dünnen Wandstärken,
- die glatte, transparente Oberfläche direkt nach dem Druck,
- der geringe Nachbearbeitungsaufwand.
Auch wirtschaftliche Aspekte kommen zur Sprache: 3D-gedruckte Schienen ermöglichen ihm eine effiziente Fertigung, da sich die Druckdauer bei mehreren Schienen nicht verlängert und Material gezielt eingesetzt werden kann.
Der Eigenversuch: Tragekomfort über Monate
Ein besonderes Augenmerk legt der Artikel auf einen Selbstversuch. Über mehrere Monate trug Jannick Bade eine Knirscherschiene aus optiprint durotec. Sein Fazit: konstantes Tragegefühl, keine Geschmacksbeeinträchtigungen, keine Verfärbungen und auch nach längerer Nutzung keine Risse oder Verschleißerscheinungen. Auffällig sei zudem eine leichte thermoelastische Anpassung an die Mundsituation, die den Komfort weiter erhöhe.
Fazit aus Anwendersicht
In seinem Beitrag kommt Jannick Bade zu dem Schluss, dass speziell entwickelte Schienenharze wie optiprint durotec einen entscheidenden Beitrag zur Alltagstauglichkeit von 3D-gedruckten Aufbissschienen leisten können. Neben funktionalen Vorteilen sieht er vor allem in der Prozesssicherheit und der Reduktion von Reklamationen einen klaren Mehrwert für Dentallabore.
Der vollständige Artikel „Aufbissschienen aus dem 3D-Drucker – Erfahrungsbericht zu einem neuen Schienenharz" von ZTM Jannick Bade ist in der Zahntechnik Zeitung, Ausgabe 11/2025, erschienen.
➡️ Wir stellen Ihnen den Beitrag hier als PDF zum Download zur Verfügung.